HANDWERK

Restaurieren, Vergolden und Fassen von Rahmen

 

Cristina Vadalà in ihrem Atelier

 

Bei der Restaurierung alter Rahmens ist das Wissen um
die Originalität eines Rahmens unerlässlich.
Die historische Einschätzung übernimmt der Restaurator.
Er erkennt und entscheidet, welches Verfahren und welche Technik
angemessen sind, um dem Original gerecht zu werden.

Wie wird ein Rahmen restauriert?

Häufig beginnt die Restaurierungsarbeit mit dem Reinigen,
bzw. Freilegen,falls eine Überfassung des Originals vorliegt.
Lose Stellen werden mit Heißleim gesichert,
eine Negativform der original erhaltenen Stelle wird abgenommen.
Die beschädigten Stellen werden aufgebaut und ergänzt.
In einem aufwendigen Rekonstruktionsprozess wird der
Rahmen bis zum Vergoldergrund vorbereitet.

Bei Gemälderahmen gibt es eine Vielfalt von Oberflächen,
die sehr differenziert bearbeitet werden müssen.

Um eine Restaurierung sachgerecht auszuführen,
muss die für das jeweilige Objekt spezielle und angemessene
Technik erkannt und umgesetzt werden:
Es kann sein, dass ein Rahmen rein vergoldet ist –
also nur eine Oberflächen-Technik angewendet
wurde (in glanz/in matt)
oder dass Teile eines Rahmens poliment vergoldet sind,
oder auch mit Waschgold überzogen oder bronziert
bzw. feuervergoldet sind.

Neben Vergoldungen, kombiniert mit farblichen Fassungen,
gibt es rein farblich gefasste Rahmen, die marmoriert sein können
oder die illusionistisch gemalte florale Motive abbilden können.

Mit dem Patinieren der restaurierten Stellen wird der
komplexe Arbeitsprozess abgeschlossen und ein
Höchstmaß an Annäherung an den
originalen Rahmenzustand ist hergestellt.